Wörterbuch

Hier finden Sie Schlüsselwörter, die aktuelle Entwicklungen und Ereignisse aufgreifen. Sie ergänzen die "Landeskunde Deutschland 2018", die dadurch immer auf dem letzten Stand bleibt (mit Seitenverweis). Die Wörter betreffen Kultur, Politik und Wirtschaft und sind mit der Zeit zu einem kleinen Wörterbuch geworden. Sie erfassen auch neuere Entwicklungen des Sprachgebrauchs, u.a. Modewörter und Wendungen.

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  • über den Tellerrand schauen
  • Wer über den Tellerrand schaut , sieht nicht nur die eigenen Interessen, sondern bezieht auch die Umwelt mit ein bzw. engagiert sich für das größere Ganze.

  • UNESCO-Welterbe
  • Die UNESCO-Liste umfasst weltweit Kulturdenkmäler und Naturdenkmäler. Sie geht auf das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt zurück, das im November 1972 beschlossen wurde.

    Zu den bisher 33 Welterbestätten in Deutschland gehören u.a. der Aachener Dom (1978), Römische Baudenkmäler in Trier (1986), Bamberg (1993), der Kölner Dom (1996), Weimar (1998), die Altstadt von Regensburg (2006 oder zuletzt das deutsche Wattenmeer zusammen mit dem niederländischen (2009).

    Aber der Titel kann auch aberkannt werden. Das geschah Dresden im Jahr 2009, wo die Kulturlandschaft Dresdner Elbtal durch den Bau einer vierspurigen Brücke in zwei Hälften geteilt wurde.

  • Unumkehrbarkeit
  • Zu Seite 143: Die EU und Europas Krisen

    Unumkehrbarkeit (die) ist gegeben, wenn es kein Zurück gibt. Adjektiv: unumkehrbar. Darin steckt das Verb „um/kehren“ = zurückgehen, zurückfahren. Beispiele: Die Unumkehrbarkeit ist ein Dogma der europäischen Integration. – Diese Entwicklung ist unumkehrbar. – Wir sind umgekehrt, weil wir etwas vergessen hatten.

    Der Eintritt in die Europäische Union (EU) und in die Währungsunion (Eurozone) ist unumkehrbar, d.h. der Eintritt ist eine Einbahnstraße zu immer mehr Integration. Es ist nicht vorgesehen, dass ein Land wieder austritt. Im Rahmen der europäischen Institutionen gibt es kein Verfahren, wie der Austritt eines Landes abzuwickeln wäre. Das Denken im Brüssel wird dadurch bestimmt, dass bei Krisen ein Konsens und ein Kompromiss gefunden werden muss.

  • Unwort des Jahres
  • Das Unwort des Jahres ist eine Aktion, die einen kritischen Blick auf Wörter und Formulierungen wirft, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanität, gegen Prinzipien der Demokratie, oder euphemistische Irreführung verstoßen. Alle Bürger können jeweils bis zum 31. Dezember des betreffenden Jahres Vorschläge machen, die Auswahl trifft dann die Jury "Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres". Bis 1994 war es die "Gesellschaft für deutsche Sprache" (GfdS). Unwort des Jahres 2017 ist "alternative Fakten". Begründung: Bei dem Begriff "alternative Fakten" handele es sich um einen "verschleiernde(n) und irreführende()n Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig zu machen."